Double Diamond Prozess: Warum gute Lösungen mit dem Problem beginnen
- 2. Juli
- 9 Min. Lesezeit

Wenn Teams zu früh in Lösungen springen: So hilft der Double Diamond Prozess
Einstieg
Eine Situation begegnet uns in Workshops erstaunlich häufig.
Eine Führungskraft beschreibt eine Herausforderung. Vielleicht geht es um eine stockende Zusammenarbeit zwischen zwei Teams, einen ineffizienten Prozess oder die Frage, warum ein Projekt immer wieder ins Stocken gerät.
Kaum ist das Problem ausgesprochen, beginnt die Diskussion.
"Wir brauchen ein neues Tool."
"Wir müssen die Rollen klarer definieren."
"Wir sollten den Prozess verändern."
Innerhalb weniger Minuten hängen die ersten Lösungsideen am Whiteboard.
Und trotzdem liefern diese Ideen oft nicht die Lösung des eigentlichen Problems.
Diese Situation erleben wir regelmäßig.
Nicht, weil Menschen schlechte Lösungen entwickeln. Sondern weil sie viel zu früh damit beginnen.
Dabei entsteht ein spannendes Paradox:
Je schneller Teams versuchen, eine Lösung zu finden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie das falsche Problem lösen.
Genau deshalb arbeiten wir in den meisten Workshops mit dem Double Diamond Prozess. Der Prozess ist so einfach wie genial, denn er zwingt die Teilnehmenden förmlich dazu, einen Schritt zurückzugehen und zunächst gemeinsam zu verstehen, welches Problem sie eigentlich lösen wollen.
Unsere Erfahrung zeigt: Sobald Problemraum und Lösungsraum sauber voneinander getrennt werden, verändert sich die Qualität der Diskussion spürbar. Lösungen werden fundierter, Entscheidungen nachvollziehbarer und die Ergebnisse deutlich tragfähiger.
Warum Teams zu schnell in Lösungen springen
Dass Teams zu früh in Lösungen denken, ist völlig normal.
Die meisten von uns wurden dafür ausgebildet, Probleme möglichst schnell zu lösen. Entwickler entwickeln Software. Ingenieur:innen entwickeln technische Lösungen. Führungskräfte treffen Entscheidungen. Expert:innen bringen ihre Erfahrung ein.
Genau dafür werden sie schließlich bezahlt.
Deshalb passiert in Workshops fast automatisch Folgendes:
Jemand beschreibt ein Problem und innerhalb weniger Sekunden entstehen im Kopf der Teilnehmenden die ersten Lösungsideen.
Das ist zunächst keine Schwäche.
Es ist eine menschliche Stärke.
Problematisch wird es erst dann, wenn diese ersten Ideen nicht mehr hinterfragt werden.
Denn häufig basieren sie auf Annahmen darüber, was das eigentliche Problem ist – und nicht auf einem gemeinsamen Verständnis der Situation.
Hinzu kommt ein zweiter Effekt, den wir Meinung über Ziel nennen:
In vielen Workshops diskutieren Teams weniger über das Problem als über ihre Meinungen.
"Ich glaube, wir sollten..."
"Ich habe die Erfahrung gemacht, dass..."
"Früher haben wir das immer so gelöst..."
Erfahrungen sind wertvoll.
Meinungen auch.
Doch beides ersetzt nicht das gemeinsame Verständnis darüber, welches Problem eigentlich gelöst werden soll.
Unsere Erfahrung zeigt deshalb: Nicht die fehlende Zeit ist das Problem. Die fehlende Struktur ist das Problem.
Wer Problemraum und Lösungsraum gleichzeitig diskutiert, produziert oft viele Ideen – aber nur wenige wirksame Lösungen.
Genau deshalb lohnt es sich, den eigenen Denkprozess bewusst zu verlangsamen. Nicht, um langsamer zu werden, sondern um am Ende schneller zur richtigen Lösung zu kommen.
Was der Double Diamond Prozess verändert
Der Double Diamond Prozess verfolgt eine ebenso einfache wie wirkungsvolle Idee:
Er trennt den Problemraum konsequent vom Lösungsraum.
Anstatt sofort nach Lösungen zu suchen, beschäftigt sich die Gruppe zunächst ausschließlich mit dem Problem.
Was passiert eigentlich?
Warum passiert es?
Welche Perspektiven gibt es?
Was ist die eigentliche Ursache?
Erst wenn darüber ein gemeinsames Verständnis entstanden ist, richtet sich der Blick nach vorne. Auf mögliche Lösungen.
Der Prozess lädt uns nun ein möglichst viele Ideen zu entwickeln, diese systematisch zu bewerten und daraus die Lösung auszuwählen, die den größten Beitrag zur eigentlichen Fragestellung leistet.
Für uns ist der Double Diamond deshalb weit mehr als eine Methode aus dem Design Thinking.
Er ist eine Denkstruktur für gute Zusammenarbeit.
Er sorgt dafür, dass Menschen zunächst gemeinsam denken, bevor sie gemeinsam entscheiden.
Und genau das verändert die Qualität von Workshops spürbar.
Nicht, weil plötzlich bessere Menschen im Raum sitzen.
Sondern weil der Prozess verhindert, dass gute Ideen zu früh entstehen – bevor das eigentliche Problem verstanden wurde.
Unsere Erfahrung zeigt:
Die Qualität einer Lösung beginnt nicht mit einer guten Idee. Sie beginnt mit einer guten Fragestellung.
So funktioniert der Double Diamond Prozess
Der Name Double Diamond beschreibt den Aufbau des Prozesses sehr treffend.
Er besteht aus zwei aufeinanderfolgenden Diamanten. Der erste beschäftigt sich mit dem Problemraum, der zweite mit dem Lösungsraum.
Jeder dieser Diamanten folgt dabei derselben Denkbewegung.
Stell Dir die beiden Diamanten wie zwei Räume vor, die Du von links nach rechts durchschreitest.
Du betrittst zunächst den ersten Raum. Die Wände öffnen sich immer weiter. Ziel ist es, möglichst viele Perspektiven, Beobachtungen und Erkenntnisse zu sammeln. In dieser Phase zählt vor allem Quantität. Je mehr unterschiedliche Sichtweisen zusammenkommen, desto besser verstehen wir das eigentliche Problem.
Anschließend wird der Raum wieder enger. Jetzt beginnt die Verdichtung. Aus vielen Beobachtungen werden Muster, aus Mustern entstehen Erkenntnisse. Schritt für Schritt trennen wir Wichtiges von Unwichtigem und erzeugen so Qualität.
Diesen Wechsel kannst Du Dir ganz einfach merken:
Öffnen bedeutet Quantität erzeugen.
Verdichten bedeutet Qualität erzeugen
Man spricht dabei auch von Divergenz und Konvergenz.
Zwischen beiden Diamanten liegt für uns der wichtigste Moment des gesamten Prozesses.
Stell Dir vor, beide Räume wären durch eine Tür miteinander verbunden. Durch diese Tür gelangen wir erst dann, wenn wir das Problem so weit verdichtet haben, dass daraus eine einzige Fragestellung entsteht. Diese Frage beschreibt die Essenz des Problems und macht gleichzeitig klar, wonach wir im nächsten Schritt überhaupt suchen.
Erst jetzt betreten wir den zweiten Raum.
Auch hier öffnen sich die Wände zunächst wieder. Wieder geht es darum, Quantität zu erzeugen. Wir sammeln möglichst viele Ideen, Perspektiven und Lösungsansätze – ohne sie sofort zu bewerten.
Erst im zweiten Schritt beginnt erneut die Verdichtung. Jetzt erzeugen wir wieder Qualität. Ideen werden zusammengeführt, bewertet und priorisiert, bis am Ende die Lösung übrig bleibt, von der die Gruppe überzeugt ist, dass sie den größten Beitrag zur Beantwortung der Fragestellung leistet.
Der Double Diamond folgt also immer demselben Prinzip:
Zuerst erzeugen wir Quantität. Anschließend machen wir daraus Qualität.
Genau diese einfache Denkstruktur macht den Prozess so wirkungsvoll.

Schritt für Schritt: So setzt Ihr den Double Diamond im Workshop ein
Der Double Diamond lebt nicht von der Theorie, sondern von seiner Anwendung.
In unseren Workshops orientieren wir uns deshalb fast immer an derselben Grundstruktur. Die konkrete Methode kann dabei variieren. Die Denkbewegung bleibt jedoch immer gleich.
Schritt 1: Das Problem sichtbar machen
Zu Beginn schaffen wir einen gemeinsamen Blick auf die aktuelle Situation.
Dabei geht es noch nicht um Lösungen, sondern ausschließlich darum, möglichst viele Perspektiven einzusammeln.
Je nach Fragestellung arbeiten wir beispielsweise mit:
Brainstormings
Interviews
Stakeholder-Perspektiven
Customer Journeys
Beobachtungen
Pain Points
Daten und Fakten
Wichtig ist an dieser Stelle vor allem eines:
Noch wird nichts bewertet.
Es geht ausschließlich darum, den Problemraum möglichst vollständig sichtbar zu machen.
Schritt 2: Gemeinsam verdichten
Jetzt beginnt die eigentliche Moderationsarbeit.
Aus vielen einzelnen Gedanken werden Muster.
Ähnliche Beiträge werden geclustert, Überschriften vergeben und Zusammenhänge sichtbar gemacht.
Je nach Ziel des Workshops kommen anschließend unterschiedliche Methoden zum Einsatz, zum
Beispiel:
Dot Voting
Impact-Effort-Matrix
Priorisierung
Affinitätsdiagramme
Schritt für Schritt entsteht so aus vielen Einzelbeobachtungen ein gemeinsames Bild.
Schritt 3: Die Designfrage formulieren
Ist der Problemraum ausreichend verdichtet, formulieren wir daraus die zentrale Designfrage.
Sie beantwortet die Frage:
„Wonach suchen wir eigentlich eine Lösung?“
Eine gute Designfrage beginnt fast immer mit:
„Wie können wir …?“
Je klarer diese Frage formuliert ist, desto leichter fällt später die Entwicklung wirklich passender Lösungen.
Aus unserer Erfahrung gibt es noch einen zweiten wichtigen Erfolgsfaktor:
Eine gute Designfrage beschreibt nicht nur, was verändert werden soll, sondern auch, welchen Nutzen die Veränderung erzeugen soll.
Deshalb formulieren wir Designfragen häufig nach folgendem Muster:
Wie können wir (Bedürfnis oder Veränderung) , damit (Nutzen oder gewünschte Wirkung)?
Zum Beispiel:
Wie können wir neue Mitarbeitende schneller integrieren, damit sie schneller produktiv werden?
Wie können wir Verantwortlichkeiten transparenter machen, damit jeder weiß, wofür er verantwortlich ist?
Wie können wir Entscheidungen zwischen Teams beschleunigen, damit weniger Abstimmungsaufwand entsteht?
Der zweite Teil der Frage wirkt auf den ersten Blick unscheinbar. Tatsächlich sorgt er aber dafür, dass die Gruppe immer wieder auf den eigentlichen Zweck der Lösung zurückgeführt wird.
Schritt 4: Den Lösungsraum öffnen
Jetzt beginnt die kreative Phase.
Die Gruppe entwickelt möglichst viele Ideen.
Dabei gilt dieselbe Regel wie im Problemraum:
Erst Quantität. Dann Qualität.
Auch ungewöhnliche oder auf den ersten Blick unrealistische Ideen dürfen entstehen.
Denn häufig entwickeln sich genau daraus später die spannendsten Lösungsansätze.
Schritt 5: Die beste Lösung auswählen
Zum Abschluss wird erneut verdichtet.
Ideen werden bewertet, priorisiert und miteinander verglichen.
Am Ende steht nicht zwangsläufig die perfekte Lösung.
Sondern die Lösung, von der die Gruppe überzeugt ist, dass sie den größten Beitrag zur Beantwortung der Designfrage leistet.
Genau deshalb verlassen unsere Workshops selten Menschen mit zehn halb fertigen Ideen.
Sondern mit einer gemeinsamen Richtung, hinter der das gesamte Team steht.
Welche Methoden unterstützen die einzelnen Phasen?
Phase | Ziel | Typische Methoden |
Problemraum öffnen | Quantität erzeugen | Brainstorming, Interviews, Stakeholder Mapping, Customer Journey |
Problemraum verdichten | Qualität erzeugen | Clustern, Überschriften bilden, Dot Voting, Affinity Mapping |
Lösungsraum öffnen | Quantität erzeugen | Brainwriting, Crazy 8, 6-3-5-Methode, Ideen-Sprints |
Lösungsraum verdichten | Qualität erzeugen | Dot Voting, Impact-Effort-Matrix, Priorisierung, Prototyping |
Typische Fehler beim Einsatz des Double Diamond
Der Double Diamond ist einfach zu verstehen.
Seine Wirkung entfaltet er allerdings erst dann, wenn der Prozess konsequent eingehalten wird.
In unserer Arbeit begegnen uns dabei immer wieder dieselben Stolperfallen.
1. Zu früh in Lösungen springen
Der häufigste Fehler passiert bereits nach wenigen Minuten.
Noch bevor das Problem wirklich verstanden wurde, diskutiert die Gruppe bereits mögliche Lösungen.
Das ist verständlich, denn genau dafür sind viele Expert:innen ausgebildet.
Für einen guten Workshop bedeutet das jedoch:
Sobald die ersten Lösungsideen auftauchen, sollten sie bewusst "geparkt" werden. Nicht, weil sie schlecht sind, sondern weil sie im Moment einfach noch zu früh kommen.
2. Die Verdichtung zu schnell beginnen
Viele Moderierende sammeln einige Ideen und beginnen sofort mit der Priorisierung.
Dadurch gehen wertvolle Perspektiven verloren.
Unser Tipp:
Nutzt die Phase des Öffnens konsequent. Erst wenn Ihr das Gefühl habt, dass kaum noch neue Gedanken entstehen, beginnt die Verdichtung.
Denn aus Vielfalt entsteht später Qualität.
3. Zu früh abstrahieren
Beim Clustern erleben wir häufig, dass Überschriften zu früh oder zu allgemein formuliert werden.
Dadurch verschwinden wichtige Unterschiede zwischen einzelnen Gedanken.
Nehmt Euch deshalb Zeit für gute Cluster.
Sie bilden die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen.
4. Die Designfrage zu ungenau formulieren
Die Qualität der späteren Lösungen hängt entscheidend von der Qualität der Designfrage ab.
Ist sie zu allgemein, entstehen beliebige Ideen.
Ist sie zu eng formuliert, schränkt sie die Kreativität der Gruppe unnötig ein.
Eine gute Designfrage beschreibt immer ein konkretes Bedürfnis und die gewünschte Wirkung.
5. Zu viele oder zu wenige Dot Votes vergeben
Eine Frage hören wir in Workshops immer wieder:
"Wie viele Punkte soll jede Person bekommen?"
Unsere Antwort lautet:
Es kommt darauf an.
Die Anzahl der Dot Votes hängt unter anderem davon ab,
wie viele Ideen entstanden sind,
wie stark Ihr verdichten möchtet,
und wie viele Lösungsoptionen am Ende übrig bleiben sollen.
Eine feste Regel gibt es deshalb nicht.
6. Die Unsicherheit der Gruppe nicht aushalten
Gerade Führungskräfte und Expert:innen möchten häufig möglichst schnell zu einer Entscheidung kommen.
Deshalb entsteht im Problemraum manchmal das Gefühl:
"Kommen wir jetzt endlich zu den Lösungen?"
Aus unserer Erfahrung ist genau das ein gutes Zeichen.
Der Prozess wirkt.
Denn die Gruppe lernt gerade, das Problem wirklich zu verstehen, bevor sie beginnt, es zu lösen.
Diese Unsicherheit auszuhalten, gehört zu den wichtigsten Aufgaben einer guten Moderation.
Praxistipps von futurebirds
Wir haben den Double Diamond inzwischen in den unterschiedlichsten Kontexten eingesetzt – von kleinen Teamworkshops bis hin zu großen Strategie- und Transformationsworkshops mit mehreren Dutzend Teilnehmenden.
Dabei haben sich einige Grundprinzipien bewährt.
1. Moderiert den Prozess – nicht die Inhalte
Eine gute Moderation muss nicht die besten Ideen haben.
Ihre Aufgabe ist es, den Prozess so zu gestalten, dass die besten Ideen aus der Gruppe entstehen können.
Gerade bei komplexen Fragestellungen ist das oft der größte Hebel.
2. Vertraut dem Prozess
Gerade wenn Teams den Double Diamond zum ersten Mal erleben, entsteht häufig Unsicherheit.
"Wann sprechen wir endlich über Lösungen?"
Diese Reaktion ist völlig normal.
Bleibt trotzdem konsequent im Problemraum.
Unsere Erfahrung zeigt, dass sich viele vermeintliche Lösungen von selbst erledigen, sobald das eigentliche Problem verstanden wurde.
3. Nutzt unterschiedliche Perspektiven
Je vielfältiger die Gruppe, desto besser werden die Ergebnisse.
Deshalb beziehen wir – wenn möglich – bewusst unterschiedliche Blickwinkel ein.
Zum Beispiel:
Fachbereiche
Führungskräfte
Mitarbeitende
Kund:innen
Schnittstellenpartner
Gerade unterschiedliche Perspektiven sorgen dafür, dass blinde Flecken sichtbar werden.
4. Die eigentliche Arbeit beginnt in der Verdichtung
Viele glauben, die kreative Phase sei der wichtigste Teil des Workshops.
Unsere Erfahrung ist eine andere.
Die eigentliche Qualität entsteht beim Verdichten.
Hier entscheidet sich, welche Themen zusammengehören, welche Muster sichtbar werden und welche Fragestellung den größten Hebel besitzt.
Nehmt Euch für diese Phase deshalb ausreichend Zeit.
5. Nicht jede Idee muss sofort perfekt sein
Gerade im Lösungsraum beobachten wir häufig, dass Gruppen anfangen, einzelne Ideen sofort zu bewerten oder auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen.
Dadurch gehen viele gute Ansätze verloren.
Lasst Ideen zunächst wachsen.
Bewertet sie erst dann, wenn der Lösungsraum vollständig geöffnet wurde.
6. Der Double Diamond ist nicht nur Innovationsprozess
Vielleicht die wichtigste Erkenntnis aus unserer eigenen Arbeit.
Wir haben den Double Diamond ursprünglich im Design Thinking kennengelernt.
Heute nutzen wir ihn überall dort, wo Menschen gemeinsam komplexe Fragestellungen bearbeiten.
Zum Beispiel bei:
der Entwicklung von Strategien,
der Klärung von Rollen und Verantwortlichkeiten,
der Verbesserung von Zusammenarbeit,
der Gestaltung neuer Prozesse,
der Entwicklung von Dienstleistungen,
oder der Bearbeitung organisationaler Herausforderungen.
Für uns ist der Double Diamond deshalb keine Innovationsmethode.
Er ist eine Denkstruktur für wirksame Zusammenarbeit.
Checkliste: Double Diamond erfolgreich einsetzen
☐ Problem- und Lösungsraum konsequent trennen.
☐ Im ersten Schritt Quantität erzeugen – noch nicht bewerten.
☐ Gemeinsam verdichten und Muster erkennen.
☐ Eine klare Designfrage formulieren.
☐ Erst danach Lösungen entwickeln.
☐ Auch im Lösungsraum zunächst Vielfalt zulassen.
☐ Lösungen gemeinsam priorisieren und verdichten.
☐ Den Prozess moderieren – nicht die Inhalte.
☐ Unsicherheit im Problemraum aushalten.
☐ Darauf vertrauen, dass gute Lösungen aus einem gut verstandenen Problem entstehen.
Fazit
Der Double Diamond ist kein starres Workshop-Modell oder ein reiner Design Prozess.
Er ist eine Denkstruktur.
Eine Struktur, die Teams dabei hilft, zunächst das richtige Problem zu verstehen und erst anschließend nach Lösungen zu suchen.
Vielleicht ist genau das seine größte Stärke.
Denn gute Lösungen entstehen selten durch besonders kreative Menschen.
Sie entstehen, wenn Menschen gemeinsam das richtige Problem verstehen.
Und genau deshalb gehört der Double Diamond seit vielen Jahren zu den Methoden, auf die wir in unseren Workshops immer wieder zurückgreifen.
Wir nutzen ihn inzwischen überall dort, wo Menschen gemeinsam komplexe Fragestellungen lösen.
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